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Pressecommunique VEUKO Kongress 2010

Europäische Kachelofenbranche behauptet Marktposition trotz Wirtschaftskrise

VEUKO – Kongress sieht die Zukunft der Hafner und Kachelofenbauer durch weitere Qualifikationssteigerung gesichert
Den Kachelofen und seine Branche hat die weltweite Wirtschaftskrise im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich kalt gelassen. Zu dieser Bewertung gelangten die Delegierten der Vereinigung europäischer Verbände des Kachelofenbauer-/Hafnerhandwerks (VEUKO) auf ihrem Jahreskongress, der vom 22. Bis 24. April im slowenischen Portoroz stattfand. Bei der Tagung kam aber auch heraus, dass die gegenwärtig bereits weltweit anerkannte Qualität der Heizgeräte alleine nicht für die Zukunftssicherung der Branche ausreichen wird. Angesichts neuer technologischer Herausforderungen und im Licht von schärfer werdenden Normen und gesetzlichen Vorgaben muss die Qualifikation der Handwerker standardisiert und weiter angehoben werden.

Bei Einschätzung der wirtschaftlichen Gesamtsituation zeigte sich ein durchwachsenes Bild. Während bei jenen Mitgliedsländern, die schon vor der EU-Erweiterung zur VEUKO gehörten, die wirtschaftliche Lage als einigermaßen stabil eingeschätzt wird, sieht dies bei den Mitgliedern aus den jüngeren EU-Staaten im Osten etwas anders aus. Die Delegierten aus Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Ungarn berichten übereinstimmend, dass zumindest Anfang des Jahres das Geschäft insgesamt ziemlich schlecht lief. Allerdings verbessere sich die Situation zunehmend. Vor allem in Ungarn setzt der dortige Verband starke Hoffnungen in den Regierungswechsel, der kürzlich stattfand.


Die Delegierten der VEUKO beim Kongress 2010 in Portoroz/Slowenien.
 

Die VEUKO – Europastimme einer Branche

Die VEUKO sieht sich als Organisation, die das Kachelofenbauhandwerk europaweit vertritt. So wie sich die Geschichte der Europäischen Union aus der EWG entwickelte und mit dem Inkrafttreten des Vertrages von Maastricht 1993 Realität wurde, gab es den Europagedanken in der Kachelofenbranche  bereits im Jahr 1966. Da vereinbarten die Fachverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine länderübergreifende Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung von technologischen Innovationen und bei der Beratung der Hafnerschaft. Im Laufe der Jahre stießen immer mehr nationale Hafnerverbände dazu, was zur Gründung der VEUKO im Jahre 2003 führte. Heute sind in dem europäischen Dachverband zehn Länder mit elf Verbänden vertreten.
Bereits seit einigen Jahren hat die VEUKO unter Federführung des Österreichischen Kachelofenverbandes auch in die Beratungen und aktuellen Entwicklungen von Normen und Richtlinien in Brüssel Sitz und Stimme. So konnte 2009 die Europanorm EN 15544 verabschiedet werden, deren Inhalt im Wesentlichen von der durch die Versuchs- und Forschungsanstalt der Hafner Österreichs (VFH) vorbereiteten ÖNORM B 8302 bestimmt wird. Auch an den Vorbereitungen der gegenwärtig in Beratung befindlichen  Ökodesignrichtlinie der EU ist die
VEUKO – vertreten durch ihren Vizepräsidenten DI Dr. Thomas Schiffert – beteiligt.
 

Rückblick: Südtiroler wurde VEUKO – Europameister

Schon vor der KOK Austria 2010 war klar, dass die 2. Europameisterschaft der VEUKO am 27. und 28. Januar ein besonderes Highlight der bedeutendsten europäischen Fachmesse der Kachelofenbranche werden würde. Insgesamt vertraten neun junge Hafner/Kachelofenbauer ihre Landesverbände aus acht Nationen. Sie alle mussten an den beiden Wettkampftagen je einen Musterofen setzen, dessen Ausführung von einer internationalen Fachjury detailliert bewertet wurde.
Dabei gewann schließlich Siegbert Bergmeister aus Südtirol mit sicherem Vorsprung und wurde von VEUKO – Präsident Robert Salvata bei der Abschlusszeremonie geehrt, die erstmals im Rahmen des Festabends der KOK Austria stattfand. Platz 2 ging an Andris Egger aus der Schweiz und den 3. Platz erreichte Jan Koutecký aus der Tschechischen Republik. Sieger und Platzierte konnten sich über Geld- und Sachpreise sowie Teilnehmerurkunden freuen. 









 

Portoroz schärfte den Blick für die Zukunft

Zum Jahreskongress 2010 in Portoroz konnte VEUKO – Präsident Ing. Robert Salvata insgesamt 18 Delegierte von neun der elf Mitgliedsverbände begrüßen. Auf der Tagesordnung stand eine ganze Reihe von Themen, die in die vier Schwerpunktbereiche Marketing, Finanzen, Technik und Ausbildung gegliedert waren.
Im Bereich Marketing sollen künftig verstärkt Kommunikationsmedien genutzt werden, um sowohl die VEUKO insgesamt als auch die jeweiligen Mitgliedsverbände in den Ländern einer breiten Öffentlichkeit wirksamer vor- und darzustellen. Die wichtigste Rolle dabei wird das Internet spielen. Abgesehen davon sollen bei allen Mitgliedern die Bestrebungen in Richtung Lobbying forciert werden.
Während im Bereich Finanzen hauptsächlich über Details des Budgets diskutiert wurde, nahm der Schwerpunkt Technik einen breiten Raum im Tagungsprogramm ein. Gegenstand der Beratungen war nämlich eine Reihe von Einzelprojekten, die in den Mitgliedsverbänden aktuell aufgearbeitet werden. Motor für diese technologischen Weiterentwicklungen ist der in der Branche traditionelle Anspruch, Optimierung  bei der Entwicklung und beim Betrieb von Kachelöfen schon zu erreichen, bevor sie durch gesetzliche Maßnahmen vorgegeben werden. Stichworte dabei sind immer wieder Emissionsminderung, Optimierung der Verbrennung und die Steigerung des Wirkungsgrades.
Zu einem Votum für die Zukunftssicherung der gesamten Brachen entwickelte sich im Rahmen der Gespräche über die Schwerpunktthemen für 2011 schließlich der Bereich Ausbildung.
 

Ziel ist der Europäische Handwerksmeister

Als Nachwirkung der früheren zentralistisch geführten Berufsausübung  in allen Sparten kennen die Mitgliedsverbände gerade aus dem Osten – aber auch in einigen westlichen Ländern  - keine fundierte Meisterausbildung, wie sie in Deutschland,  Österreich, der Schweiz, oder Südtirol ganz und gar selbstverständlich ist.  Deshalb sollen jetzt Grundlagen  für europaweit gültige Richtlinien einer soliden Meisterausbildung entwickelt werden. Das Ziel dabei ist, so eine Art EU-Meister auch für Hafner schaffen. Bei anderen Handwerkern, wie etwa den Steinmetzen,  gibt es bereits multinationale Ausbildungsrichtlinien für die Ausbildung die möglicherweise als Vorbild für dieses Unterfangen dienen könnten.

 

Erfolgskurs ist vorprogrammiert

Der Gastgeber des Jahreskongresses Jure Hrovat und VEUKO – Präsident Ing. Robert Salvata strichen zum Abschluss nochmals die Wichtigkeit des Informationsaustausches auf europäischer Ebene hervor. Zusammenfassend kann außerdem gesagt werden, dass die Vertretung der Interessen der Kachelofenbranche in Europa weiterhin an Bedeutung gewinnen wird. Die jüngsten Erfolge auf der europäischen Bühne zeigen, dass die VEUKO für die Zukunft gut aufgestellt ist.

 Presse_2010.pdf

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