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Pressecommunique VEUKO Kongress 2009

VEUKO wurde größer: Estland beigetreten

Doppelspitze in der Führung durch Ing. Robert Salvata aus der Slowakei und DI Dr. Thomas Schiffert aus Österreich

Gerhard Dalla-Bona

Vom 23. bis 25. April fand im schweizerischen Sarnen der Jahreskongress und die Delegiertenversammlung der Vereinigung Europäischer Verbände des Kachelofenbauer- / Hafnerhandwerks (VEUKO) statt. Die wichtigsten Ergebnisse vorab: Durch den Beitritt Estlands repräsentiert die VEUKO jetzt elf Mitgliedsverbände. Das seit der letzten Tagung kommissarisch tätige Leitungsteam mit Ing. Robert Salvata als Präsident und DI Dr. Thomas Schiffert als Vizepräsident wurde einstimmig ins Amt gewählt und durch die Kooptierten Vilem König (Tschechien) sowie Massimo De Biasi (Italien) erweitert. Zudem hat sich die VEUKO in wichtigen Europagremien neu aufgestellt. Nach der Mitgliedschaft im Europäischen Komitee für Normung (CEN) ist sie auch dem europäischen Verband der Klein- und Mittelunternehmen (UEAPME) beigetreten.



Das neue Führungsduo: Präsident Ing. Robert Salvata und Vizepräsident DI Dr. Thomas Schiffert.

Gäbe es in der Schweiz einen Kaiser, dann hätte er das Wetter so gemacht, wie es die Delegierten an den drei Tagenerleben konnten. Dazu das geradezu eidgenössisch typische Ambiente. KOV-Newcomer Ing. Rudolf Haselböck definierte es kurz und treffend: Berge, Wiesen, Sauberkeit. Entsprechend auch der Empfang der Delegierten durch Konrad Imbach und Gertrud Geiser vom Schweizer Verband VHP. Der hatte auch für ein interessantes Rahmenprogramm gesorgt. Highlights dabei waren der Besuch in Ballenberg, dem einzigen Freilichtmuseum der Schweiz und typische musikalische Darbietungen, bei denen natürlich Alphörner nicht fehlen durften.



Wenn es um Lokalkolorit bei den Eidgenossen geht, dürfen Alphörner natürlich nicht fehlen.



Landeskultur im Wandel der Zeiten wird im Freilichtmuseum Ballenberg an und in traditionellen Bauernhäusern gezeigt

Ansonsten gab es für die 21 Delegierten der elf Mitgliedsverbände ein reichhaltiges Arbeitsprogramm. Allein die Berichte aus den einzelnen Ländern beanspruchten anderthalb Tage. Dazu kam dann noch der Vortrag von Werner Altmayer, Geschäftsführer der Europäischen Union der Fliesenfachverbände (EUF) über das gesunde Wohnen mit Keramik. Dabei bot Altmayer, der bereits auf der 48. Technischen Tagung im Rahmen der KOK Austria 2009 einen vielbeachteten Vortrag gehalten hatte, der VEUKO eine Kooperation an.

Der Samstag stand dann vollends im Zeichen der Delegiertenversammlung. Dabei galt es, eine ganze Reihe unterschiedlicher Themen abzuarbeiten. Die eingangs erwähnten Beschlüsse zur Aufnahme Estlands und bei der Neuwahl der Verbandsführung waren dabei die wesentlichen Punkte der Tagesordnung, die allerdings auch noch etliche weitere offene Fragen abdeckte. Dabei hatten die Europathemen eine herausragende Bedeutung. Neben dem Beitritt zur UEAPME ging es dabei vor allem um die anstehende Ökodesignrichtlinie der EU und die in Verabschiedung befindliche Europanorm 15544, die voraussichtlich Anfang 2010 erscheinen wird. Dabei waren der Österreichische Kachelofenverband und die VEUKO über Dr. Schiffert federführend. Anders sieht das bei der Ökodesignrichtlinie aus. Sie ist nämlich eine Gesetzesinitiative, die direkt von der EU – Kommission ausgeht und soll – so der Tenor – zur Energieeinsparung beitragen und negative Umwelteinflüsse reduzieren. Die EU – Mitgliedstaaten haben dabei keinen Handlungsspielraum. Aber immerhin ist die VEUKO als „Stakeholder“ (das ist ein Vertreter berechtigter Interessen) registriert und so in die Beratungen eingebunden.




Ein weiterer Diskussionspunkt war der öffentliche Auftritt der VEUKO, die selbst in Fachkreisen noch als ein weitgehend „unbekanntes Wesen“ gilt. Dabei soll vor allem das Internet Abhilfe schaffen. Ein Relaunch der VEUKO – Homepage (www.veuko.com) steht dabei genauso in der Liste der Hausaufgaben wie die Bearbeitung von Einträgen in das weitreichende internationale Web-Lexikon „Wikipedia“. Zudem soll das gemeinsame Erscheinungsbild der Mitgliedsverbände durch so genannte Boilerplates (ständig wiederkehrende Infoblocks – z.B. am unteren Ende einer E-Mail) gefestigt werden.


Schließlich ging es auch noch um das für die VEUKO ganz wichtige Thema der Europameisterschaft der Junghafner im kommenden Jahr. Sie wird nun definitiv während der KOK Austria 2010 in Wels stattfinden. Bundesinnungsmeister Wolfgang Ivancsics möchte dabei einige Änderungen des Wettbewerbes gegenüber früheren Meisterschaften einführen: So wird aufgrund eines Vorschlages aus Südtirol ein Ofentyp mit Sichttür gebaut werden und zwar innerhalb der verkürzten Zeit von nur zwei Tagen. Es soll nämlich die Siegerehrung, die bislang im allgemeinen Messeabbau am Freitag nahezu untergegangen war, während des Festabends am Donnerstag, den 28.01.2010, stattfinden.




Die 21 Delegierten genossen die Gastfreundschaft und die eindrucksvolle Naturkulisse der Schweiz.

Insgesamt zeichneten sich der Jahreskongress und die Delegiertenversammlung durch große Harmonie aus. Darauf und auf die hervorragende Organisation und die Gastfreundschaft der Ausrichter in der Schweiz haben alle Delegierten in ihren Schlussworten hingewiesen und sich bedankt. Präsident Robert Salvata brachte es auf den Punkt: „Man fühlt sich zum Schluss als Teil einer Familie. Nächstes Jahr wird sich diese Familie wieder treffen.“

 Presse_2009.pdf

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