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Pressecommunique VEUKO Kongress 2006

Feinstaub kein Problem für die Heiz-Profis 
Feinstaub kein Problem für die Heiz-Profis

Insgesamt wird ein europaweiter Aufwärtstrend beim Kachelofenbauer/Hafner-Handwerk verzeichnet.

Ende April fand in Prag die jährliche Konferenz der Vereinigung europäischer Verbände des Kachelofenbauer/Hafner-Handwerks (VEUKO) statt. Aus allen Mitgliedsländern der VEUKO wurde anlässlich des Jahreskongresses über eine gute Stimmung in der Hafner/Kachelofenbauer-Branche und über einen merklichen Aufwärtstrend gegenüber den Vorjahren berichtet. Man war sich einig, dass die gegenwärtige Energiediskussion rund um die sprunghaft ansteigenden Öl- und Gaspreise der Branche einen zusätzlichen positiven Anschubeffekt gegeben hat . Bei den Fachthemen nahm das Thema „Feinstaub“ eine überragende Rolle ein.

Vom 27.-29. April wurde in Prag der Jahreskongress 2006 der Vereinigung europäischer Verbände des Kachelofenbauer/Hafner-Handwerkes (kurz VEUKO) abgehalten. Der Veranstalter, der Tschechische Kachelofenverband, lud in die goldene Stadt ein, und elf Verbands-Delegationen aus neun Ländern haben dieser Einladung Folge geleistet. Während der drei Tage gab es wie immer einen umfangreichen Informationsaustausch, intensive Beratungen und Beschlussfassungen zu aktuellen Themen der Branche.

Die Berichte aus den einzelnen Verbänden hatten einen Grundtenor:

Es geht erneut aufwärts. Die Auftragslage in den Betrieben ist durchwegs gut und man blickt auch optimistisch in die Zukunft. Dies ist sicherlich den jüngsten Entwicklungen auf dem Ölpreissektor und der Abhängigkeit von internationalen Entwicklungen, wie zum Beispiel bei Gaslieferungen zu verdanken.

Die VEUKO wurde vor drei Jahren als Nachfolgeorganisation des „Vier-Ländertreffens“ gegründet und kann in dieser kurzen Zeit bereits auf einige bemerkenswerte Erfolge verweisen.

So fand im Februar dieses Jahres erstmals die von der VEUKO ins Leben gerufene Europameisterschaft der Hafnerlehrlinge statt. Der Wettbewerb wurde Anfang Februar im Rahmen der KOK in Wels ausgetragen und fand allseits großen Zuspruch. Derartige Wettbewerbe haben nachweislich einerseits große Bedeutung für den Nachwuchs innerhalb der Branche können aber anderseits auch medial exzellent genutzt werden. Ein vom Veranstalter, dem Österreichischen Kachelofenverband, produzierter Film ließ die Teilnehmer des Jahreskongresses nachempfinden, wie derartige Ereignisse in den Medien wirken können. Man war sich am Jahreskongress einig, „diese Europameisterschaft kann als gelungen bezeichnet werden und muss auf jeden Fall wiederholt werden“.



Auch im Bereich der Europäischen Normierung konnte über erste Erfolge berichtet werden. Nicht zuletzt durch die VEUKO konnte in Rekordzeit eine erste prEN-15544 zum Thema „Ortsfest gesetzte Kachelgrundöfen – Berechnungs-verfahren“ bereits fertig gestellt und zur öffentlichen Umfrage freigegeben werden, sodass mit einer Veröffentlichung noch in diesem Jahr gerechnet werden kann.

Darüber hinaus wurden mehrere bilaterale Aktivitäten vorgestellt, die zeigen, dass die VEUKO nicht nur einmal im Jahr sondern während des ganzen Jahres aktiv ist.

In den Beratungen zu den aktuellen Themen spielte das Thema Feinstaub eine große Rolle. Bereits im ersten Länderbericht wurde vermeldet, dass in Italien die ersten angedrohten Heizverbote wegen des Feinstaubes im Raum stehen.

Zu diesen Beratungen kam auch Hr. DI Rolf Heinen, der in Deutschland derzeit versucht, sinnvolle Regelungen für Kleinfeuerungen zu etablieren. Aus den Vorträgen und Diskussionen wurde klar, dass der Feinstaub aus den Produkten des Kachelofenbauer/ Hafner-Handwerkes nur einen kleinen Beitrag zur gesamten Problematik darstellt, weil professionell gesetzte Öfen verbunden mit adäquatem Brennstoff und der richtigen Heiztechnik nicht zu nennenswerten Emissionen führen. Es kam nämlich klar zum Ausdruck, dass Feuerungen mit einem guten Ausbrand die geringsten Feinstaubemissionen aufweisen, sodass die bisherigen Anstrengungen zur Emissionsminderung bereits wichtige Schritte zum geringen Anteil des so genannten Hausbrandes in der Diskussion um den Feinstaubausstoß waren.

Unterschiedlicher Auffassung war man über die Herangehensweise von Seiten der Verbände. So war ein Teil der Teilnehmer der Auffassung, dass man das Thema Feinstaub aktiv angehen müsse und hier eine Chance besteht, schlechte Produkte vom Markt zu bringen. Andere wieder sehen die Aufgabe der Verbände darin, eher den Weg der Information zu gehen, „die Hausaufgaben hat die Branche bereits in den letzten Jahren mit der Verbesserung der Produkte gemacht“, sei die richtige Botschaft. Insgesamt war man sich einig, dass dieses Thema von der VEUKO aktiv betrieben werden muss. Da es zurzeit zuwenig fundierte Information darüber gibt, sollen vorhandene Informationen zusammengestellt und aufbereitet werden.



Der für eine weitere Periode wiedergewählte Präsident der VEUKO Univ. Prof. Dr. Hermann Hofbauer nahm den Tagungsort Prag zum Anlass um sein Verständnis der VEUKO zum Ausdruck zu bringen: Prag heißt wörtlich übersetzt „Schwelle“ und bezeichnet jene Stelle, an der der Fluss (die Moldau) am leichtesten zu überqueren ist. Ziel der VEUKO ist es, eine Plattform zu bilden, wo es am leichtesten ist, unterschiedliche Auffassungen zu überwinden, Brücken zu schlagen und so möglich effizient über die Grenzen hinweg die gemeinsamen Interessen des Handwerks auf Europäischer Ebene vertreten zu können.

 Presse_2006.pdf

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