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Pressecommunique VEUKO Kongress 2005

VEUKO gewinnt immer mehr an Bedeutung


Vom 28. bis 30. 4. 2005 fand in Innsbruck der diesjährige Jahreskongress der Vereinigung Europäischer Verbände des Kachelofenbauer/Hafner-Handwerks statt. Von 11 Verbänden aus 9 Ländern (Deutschland, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Südtirol/Italien, Tschechien, Ungarn) wurden Delegierte zum Jahreskongress und der darauf folgenden Delegiertenversammlung entsandt. Dieses große Interesse unterstreicht die Bedeutung dieser europäischen Plattform für das Kachelofenbauer/Hafner-Handwerk. In fundierten Vorträgen und engagierten Diskussionen wurden für die Kachelofenbrache wichtige Themen behandelt.


Gruppenbild der VEUKO Teilnehmer in Innsbruck

Von allen Verbänden wurden die PR- und Werbemaßnehmen, die sich einerseits an die Mitglieder und andererseits an die Kunden richten, vorgestellt. Das Berufbild des Kachelofenbauers/Hafner – so waren sich die Delegierten einig - muss den neuen Anforderungen Rechnung tragen. Daher wird in einigen Ländern eine Adaptierung und Aufwertung der bestehenden Ausbildungsprogramme durchgeführt oder ergänzende Spezialausbildungen (z.B.: „Zukunftshafner“) oder Spezialkurse (Z.B. Spezialkurs „Klimahaus“) etabliert. Weiters wurde über Kampagnen in den einzelnen Ländern wie „Hafner – ein Beruf mit Zukunft“ auf dem Jahreskongress berichtet. Es war einhellige Meinung, dass auch die Kleinsten nicht außer Acht gelassen werden sollten und so wurde die Gestaltung eines Kinderbuches, das den Kachelofen und die Tätigkeit des Kachelofenbauers/Hafners zum Inhalt hat, als vordringliches Ziel benannt.

Erstmals konnten auch konkrete Ergebnisse der Vorhaben der VEUKO aus den vergangenen Jahren auf dem Jahreskongress berichtet werden.

Nun ist er offiziell beschlossen und hat auch konkrete Form angenommen:Der Europäische Wettbewerb der VEUKO. Acht der neun Länder werden entsprechend den festgelegten Bedingungen geeignete Kandidaten (z.B. durch nationale Ausscheidungen) nominieren. Eine neutrale Jury, die am Jahreskongress bestellt wurde, wird den Bewerb überwachen und die Sieger feststellen. Auch hier werden objektive Bewertungskriterien beraten und fixiert. Dieser sicherlich von höchster Qualität geprägte Bewerb wird bei der Europäischen Fachmesse für Kachelofenbau und Wohnkeramik vom 1. -3. Februar 2006 in Wels, Österreich, stattfinden.

Der VEUKO ist es gelungen eine Arbeitsgruppe beim CEN zu installieren, die sich um Europäische Normen im Bereich des handwerklich gesetzten Kachelofens kümmern wird. Dies ist als großer Erfolg zu werten, da dies bisher von der CEN abgelehnt und der handwerklich gesetzte Kachelofen eher als Auslaufmodell betrachtet wurde. Als erstes Ziel wird unter dem Vorsitz von Österreich eine Normierung der Berechnungsmethoden in Angriff genommen, wo unter den VEUKO-Mitgliedern eine Übereinstimmung erreicht werden konnte. Dieses Vorhaben hat große Bedeutung, soll der handwerklich gesetzte Kachelofen auch in Zukunft in einem vereinten Europa einen ähnlich hohen Stellenwert besitzen wie das heute der Fall ist.

Ein weiteres großartiges Ergebnis kann auch aus dem Bereich der Forschung und Entwicklung vermeldet werden. Von der VEUKO ausgehend wurde nun unter der Federführung der Schweiz ein europäisches F&E-Projekt in Brüssel mit den Titel „Komfortberechnung“ eingereicht. Die VEUKO tritt hier als wichtiger Partner des Projektes auf, was den Verantwortlichen in Brüssel die breite Zustimmung zu diesem Projekt mit Nachdruck belegt und finanzielle Mittel für den Kachelofenbereich aus Brüssel zum Fließen bringen sollte.

Am Jahreskongress in Innsbruck wurde das erste Informationsblatt der VEUKO vorgestellt. Es behandelt das Thema „Kachelofen als Ganzhausheizung“, das auf den letzten Jahreskongressen der VEUKO vielfach intensiv diskutiert wurde und heute etabliertes Wissen und Können bei den Kachelofenbauern/Hafnern darstellt. Das Informationsblatt führt in das Thema ein und stellt im Wesentlichen ein gelungenes Projekt, das von der VEUKO messtechnisch begleitet wurde, dar. Es soll - wie es der Vorsitzende der VEUKO zum Ausdruck gebracht hat – jenen Kachelofenbauern/Hafnern, die sich noch nicht an dieses Gebiet herangewagt haben, Mut machen, sich auch dieses Arbeitsgebiet anzueignen.

Neben den fachlichen Diskussionen gab es auch ein vom Sekretariat der VEUKO ausgezeichnet organisiertes Rahmenprogramm, wo in angenehmer Atmosphäre weitere Anliegen der einzelnen Länder ohne straffe Tagesordnung ausgetauscht werden konnten. Neben der Besichtigung der Swarovski Kristallwelten blieb den Teilnehmer vor allem ein von der Fa. Poli-Keramik in luftiger Höhe gestalteter Abend mit einer bunten Mischung aus Design, Kultur und kulinarischen Köstlichkeiten in angenehmer und bleibender Erinnerung.


Gemütlicher Abend auf Einladung der Fa. Poli

„In diesen drei Tagen wurde mehr für ein gemeinsames Europa getan als es manche Politiker in einem ganzen Jahr zusammen bringen“ wurde am Ende des Jahreskongresses von einem der Teilnehmer festgestellt. Dies ist wohl das beste Zeugnis für die ausgezeichnete Diskussionskultur und die beste Basis für eine erfolgreiche zukünftige Arbeit zum Wohle der Kachelofenbrache.

 Presse_2005.pdf

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